

Was mich am Fertigen von steinzeitlichen Repliken am meisten fasziniert hat, war die Schönheit der urzeitlichen Töpfe. Es war eine unperfekte Schönheit. Das machte sie so schön. Als ich die Töpfe nachformte, merkte ich, wie unregelmässig und asymmetrisch sie zum Teil waren. Aber sie waren deswegen nicht plump. Sie mussten mehr Wert auf die Ausstrahlung des Topfes gelegt haben, als auf eine perfekte Symmetrie und Regelmässigkeit. Die Proportionen der Werke unserer Vorfahren scheinen mir sehr gelungen.
Ein Lebensgefühl ist gespeichert in diesen Töpfen. Es sagt: Schön wollen wir sein. Doch Perfektion ist uns egal. Ähnlich wollen wir sein. Aber warum sollten wir gleich sein? Es lohnt sich, diese Töpfe nachzuformen und sich dabei eingehend mit ihnen auseinanderzusetzen. Wie ein Gespräch mit den längst Verstorbenen.
Wir sammeln immer mehr Erfahrungen mit dem Töpfern grosser Töpfe mit Lehm und Magerung direkt aus der Natur.

Magerung in Steinzeittöpfen, ca. 4000 v.Chr. (Ich danke der Zürcher Archäologie für die Möglichkeit, diese Foto zu machen.)

Magerung in Steinzeittöpfen, ca. 4000 v.Chr. (Ich danke der Zürcher Archäologie für die Möglichkeit, diese Foto zu machen.)

Analyse von in der Natur gegrabenen, unterschiedlich gemagerten Lehmen.


Schüssel, ca. 4000 v.Chr. (Ich danke der Zürcher Archäologie für die Möglichkeit, diese Foto zu machen.)

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Schüssel, ca. 4000 v.Chr. (Ich danke der Zürcher Archäologie für die Möglichkeit, diese Foto zu machen.)

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Topf, ca. 4000 v.Chr. (Ich danke der Zürcher Archäologie für die Möglichkeit, diese Foto zu machen.)

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Topf, ca. 4000 v.Chr. (Ich danke der Zürcher Archäologie für die Möglichkeit, diese Foto zu machen.)

Topf, ca. 4000 v.Chr. (Ich danke der Zürcher Archäologie für die Möglichkeit, diese Foto zu machen.)

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Topf, ca. 4000 v.Chr. (Ich danke der Zürcher Archäologie für die Möglichkeit, diese Foto zu machen.)

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Grubenbrand 1

Grubenbrand 2

Nur mit steinzeitlichen Mitteln vollständig wasserdicht gemachter Topf. Eine Art steinzeitliche Glasur. 1996

Jakob Hirzel